Ausgabe 1: Design Thinking

Ausgabe 1: Design Thinking

Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist ein „nutzerorientierter“ Ansatz, um Innovationen in Organisationen voranzutreiben und umzusetzen. Der Fokus auf dem „Nutzer“ – also der Anwender, Kunde, interne Mitarbeiter – spielt dabei die entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass die Veränderung auch den – bewussten wie unbewussten – Bedürfnissen der Nutzer entspricht. Dabei lassen sich wirtschaftliche und soziale Interaktionen gleichermaßen designen: Design Thinking ist damit mehr als eine Methode, um Produkte oder Software zu entwickeln. Heute nehmen die Ausprägungen Service-, Prozess- und Interaktions-Design einen ebenso großen Stellenwert ein. Das Spektrum der potentiellen Anwendungsgebiete reicht somit von der Entwicklung eines Akkuschraubers bis hin zur Verbesserung der Zusammenarbeit in Teams.

Warum funktioniert Design Thinking?

Die Tatsachen, dass unser Umfeld sich in rasanter Geschwindigkeit verändert, dass junge Unternehmen schnell zu ernstzunehmenden Wettbewerbern werden und dass die Flut an Informationen und Daten uns oftmals daran hindert, schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen, sollte uns heutzutage nicht mehr überraschen. Organisationen haben deshalb die Herausforderung, sich schnell auf die veränderten Ansprüche ihrer bestehenden und neuen Nutzer einzulassen und diese in umsetzbare Lösungen zu übersetzen. Dafür müssen sie mit Präzision die Probleme der Nutzer definieren, um schnell effektive Innovationen zu testen und zu implementieren, bevor der Wettbewerb zur Stelle ist. Nutzerzentrierte Innovation wird damit zur Hauptquelle der Differenzierung und des eigenen Wettbewerbsvorteils.

In der Vergangenheit und in einem stabileren Umfeld wurde gemäß des Effizienzgedankens die Variation aus den Organisationen verbannt. Jede Normabweichung, jeder Stolperstein wurde entfernt, um bereits bestehende Prozesse zu optimieren. Heute, in einer volatilen Umwelt, führen Variationen zu neuen Ideen, die die Tür für grundlegende Innovationen weit aufstoßen. Wenn die Agilität, die dafür benötigt wird, also die Voraussetzung ist, um sich schnell an die Außen-Veränderung anzupassen, ist Design Thinking einer der Ansätze, der diesen Adaptions-Prozess erst möglich macht.

Wie nutze ich Design Thinking für Agiles Arbeiten?

In der Außensicht nutzen Organisationen also den Design Thinking Ansatz, um ihre Produkte und Services hinsichtlich der Bedürfnisse ihrer Nutzer zu verbessern und um Innovationen kundenorientiert auf den Weg zu bringen.

Doch auch im Innenverhältnis kann Design Thinking von wertvollem Nutzen sein:

  • wenn die Mitarbeiter als Nutzer verstanden und die Zusammenarbeit sowie organisationale Prozesse optimiert werden
  • wenn die Einbeziehung der Mitarbeiter deren Motivation steigert und die Entwicklung der Mitarbeiter gleichbedeutend ist mit der Entwicklung des gesamten Unternehmens
  • wenn neue Elemente in bestehende Abläufe und Routinen integriert werden und die Brücke zwischen „Effizienz“ und „Innovation“ gespannt werden kann

 

Starten Sie klein. Fangen Sie mit einer kleinen Gruppe interessierter Mitarbeiter an, um beispielsweise in einem abteilungsübergreifenden Projekt, den Design Thinking Prozess kennenzulernen und auszuprobieren. Präsentieren Sie nicht nur das Projektergebnis, sondern auch den Weg dorthin. Ernennen Sie Design-Thinking-Botschafter, die den Ansatz in das Tagesgeschäft ihrer jeweiligen Abteilungen bringen. Erzählen Sie Ihren Kollegen davon und begeistern Sie sie dafür, den Ansatz selbst einmal auszuprobieren.

 

Am Ende des Tages ist Design Thinking ein Ansatz von vielen, um erfolgreich die Herausforderungen der neuen Arbeitswelt zu meistern. Design Thinking alleine ist dabei jedoch nicht das Wundermittel, durch das alle Probleme, die kreative Lösungen verlangen, beseitigt werden können – auch wenn es in manchen Quellen so verkauft wird. Design Thinking – wenn richtig durchgeführt – ist und bleibt aber ein Ansatz, der Sie dabei unterstützt, mit Geschwindigkeit Innovationen umzusetzen, die einen echten Mehrwert für Ihre Nutzer (Kunden, Mitarbeiter und andere Stakeholder) stiften.

Probieren Sie es aus!

 

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